Obacht das ist eine traurige Geschichte voller Missverständnissen, zart besaitete Leser sollten weiterklicken. Es ist so, dass genau heute der Donnerstag vor dem Annafest ist und es da einen Frühschoppen mit Kesselfleisch auf den Bierkellern in Forchheim gibt. Das ist ein sehr schönes Event! In den letzten Jahren hab ich es nicht geschafft, deshalb habe ich heuer mit Blockern im Kalender gearbeitet.
Irgendwann vor ein paar Wochen habe ich einen Termin für eine Darmspiegelung vereinbart. 23.7. hat die Dame mir am Telefon angeboten, ein Tag nach dem Geburtstag vom Kind 2 – „das kann ich mir merken“ hab ich mir gedacht und wichtig: Zeitlich so in der Früh, dass ich es locker noch zum Kesselfleisch schaffe. Eine termintechnische Meisterleistung. Und dann von Fürth aus direkt mit dem Zug weiter nach Forchheim auf die Keller. Haha!
Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste ist, was für ein Prozedere so eine Darmspiegelung ist, ich bin von einem Arztbesuch von der Kategorie „Untersuchung“ ausgegangen. Heute weiß ich,
- dass man schon 4 Tage vorher mit einer Art Diät beginnt,
- dass man am Tag vorher nur noch frühstückt und dann nix mehr essen darf
- dass man am Tag vorher gegen Abend schon mit einer Abführprozedur startet
- dass die ganze Untersuchung unter Vollkarkose stattfindet
- dass man nach der Untersuchung abgeholt werden muss, weil man nicht selbst fahren darf
- und dass der Rest vom Tag eigentlich für die Katz ist
Am Ende, also zu bester Frühschoppenzeit, werde ich deshalb nicht in den Zug Richtung Forchheim einsteigen, sondern mich nach Hause fahren lassen müssen. Was mich total nervt ist, dass die Chefin das alles wusste und ich zu blöd war ihr davon zu erzählen. Dass der Vater am Geburtstag vom Kind 2 nur auf Sparflamme dabei war, ist verschmerzbar, aber die Kesselfleischnummer ärgert mich richtig.









